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Kategorie: Aktuelles

Gartenideen für den Herbst

Gartenideen für den Herbst

Der Gartenbauverein Bad Endorf regt an, wieder mehr Wildnis in unseren Gärten zuzulassen. Für viele Menschen kostet es vielleicht Überwindung, unaufgeräumte Ecken im ansonsten ordentlich gepflegten Garten zu dulden. Doch nur so werden unsere Gärten zu bedeutenden kleinen Ökosystemen und einer Bereicherung unserer Umwelt.

Totholz ist einer der wertvollsten und artenreichsten Lebensräume, jedoch in unserer Kulturlandschaft selten geworden. Da bietet es sich an, im Garten einen kleinen Ersatzlebensraum zu schaffen. Astschnitt und Zweige, die jetzt bei der herbstlichen Gartenarbeit anfallen hierzu einfach in einer „wilden“ Gartenecke, z. B. unter Sträuchern oder am Zaun entlang aufschichten. Arbeit ist das wirklich nicht. Und schon haben Igel, Erdkröten und Eidechsen einen Unterschlupf, Wildbienen und Laufkäfer eine Kinderstube. So richtig besiedelt ist ein Totholzhaufen erst ab dem zweiten Standjahr. Ab dann sollte man auch wieder neues Material oben zuführen.

Auf dieselbe Weise kann man einen Laubhaufen anlegen. Laubblätter gibt es in den nächsten Wochen ja genug. Ist der Laubhaufen groß genug, findet man darin sogar Überwinterungsgäste, wie die Ringelnatter. Wenig stören!

Andreas Schiebel

Oktober 2020

Vortrag von Rolf Zenker „Familie, Haus und Obstbaum“ vom 02.06.2022

Vortrag von Rolf Zenker „Familie, Haus und Obstbaum“ vom 02.06.2022

Es gibt sie immer noch – die Bäume mit prall-süßen Kirschen, oder mit schmelzend-saftigen, aromatischen Birnen, vor allem solche mit den knackig-frischen Äpfeln, welche

uns von Juli bis Mai begleiten, nicht zu vergessen die, welche uns die würzigen Zwetschgen

schütteln lassen. Im Spätsommer genießen wir die spritzig-süßen Weintrauben.

Lust darauf, die Beschaffung eines neuen Obstbaums zu planen?

Erster Schritt:

• wie groß ist die Fläche, die für den Baum zur Verfügung steht?

• wie ist die Lage zum Haus?

Nun die große Frage: Welche Obstart soll es sein?

• die Birne bildet zumeist schlanke Kronen, sie benötigt tiefgründigen, nährstoffreichen

Boden, sie will einem warmen Standort – denke an die Möglichkeit einer Pflanzung an der

Hauswand, Birnen sind bezüglich eines Befruchtungspartners äußerst heikel,

Zwetschen (von Renekloden und Mirabellen über Pflaumen bis zur Hauszwetschge). Sie

bevorzugen warme Lagen. Sie sind Frühblüher und das enge Zeitfenster der Blüte

bedeutet in manchen Jahren den Totalausfall der Frucht, weil es den Bienen zu kalt ist.

Mit Befruchtungspartnern haben Zwetschen kein Problem, die meisten sind sogar

selbstfruchtbar.

Süßkirschen: Sie wünschen einen sonnigen Standort. Der richtigen Boden kann in

unserer Umgebung kaum geboten werden: Er soll tiefgründig, gut durchlüftet und kalkhaltig

sein, steinige und trockene Böden werden gern angenommen – nasse, kalte und schwere

Böden sind nicht geeignet (bei uns leiden die meisten Kirschbäume unter der

Schrotschusskrankheit).

Üblicherweise werden die Kirschbäume besonders groß – die Früchte hängen an den

jungen Zweigen ganz außen am Baum – also ideal zum Ernten für Amseln, Stare und

Engel – (ein eigenes Kapitel für Notärzte). Zur Befruchtung muss eine geeignete andere

Sorte in der Nachbarschaft sein.

Sauerkirschen werden meist unterschätzt! Eingekocht sind sie bei weitem aromatischer

als Süßkirschen. Wer weiß, dass es süß schmeckende Sorten gibt? Die meisten Sorten

sind selbstfruchtbar. Die Bäume vertragen das Formatieren durch Schnittmaßnahmen sehr

gut – sie benötigen sogar ab und zu einen Rückschnitt.

Weintrauben: Sie ranken – also benötigen sie einen Halt – beispielsweise ein Seilspalier

entlang des Hauses. Die Reben benötigen Licht, Licht, Licht und warmen Sonnenschein.

Der Weinstock kommt mit nahezu allen Böden zurecht (eher mager und trocken).

Damit die Trauben in unserem Klima ausreifen, kaufe eine früh reifende Sorte. Erhältlich

sind süß schmeckende Sorten, deren Holz bis zu starken Minusgraden frostfest ist. Aber

Achtung vor dem Kauf! – Ist jemand in der Familie so zart, dass er in den Beeren keine

Kerne verträgt? (Es gibt auch kernlose Sorten.)

• den Feigenbusch hätte ich fast vergessen! Es gibt welche, die niedriger als 3 Meter

bleiben – aber auch solche, die über 4 ½ Meter werden wollen. Im Winter vertragen viele

Sorten auch tiefere Temperaturen als -15° C.

• egal, wieviel Raum zur Verfügung steht – ein Apfelbaum geht immer! Ob schlank, oder

eine breite Krone bildend – das liegt an der Sorte (und am Erziehungsschnitt). Die Größe

des Baums wird bestimmt

▪ durch die Wurzel (stark- oder schwach-wüchsig), und

▪ durch die Sorte

Gedanken zu Sexualität und Partnerwahl:

• insbesondere bei Apfel- und Birnensorten gibt es solche, die durch ihre genetische

Veranlagung riesengroß werden (große Blätter, große Bäume und – was erstrebenswert

ist – große Früchte).

In jeder Zelle sind die Erbanlagen 3x vorhanden. Man nennt diese Sorten triploid.

• ohne Zutun des Menschen wären jedoch viel häufiger solche Sorten, in deren Zellen die

Erbanlagen nur 2x vorhanden sind – die diploiden Sorten.

Diese kleineren Bäume passen in kleine Grundstücksflächen.

• Apfel, Birne, Süßkirsche – diese Obstarten benötigen zur Befruchtung den Blütenpollen

eines diploiden Partners einer anderen Sorte. (Apfel zu Apfel, Birne zu Birne, . . . . . – die

Honigbiene fliegt nach Möglichkeit nur die gleiche Fruchtart an.)

(Der Blütenpollen triploider Sorten ist nicht zur Befruchtung geeignet.)

• viele der andere Obstarten sind großenteils selbstfruchtbar.

zur Sortenwahl (Schwerpunkt Apfel oder Birne):

Auskunft zu Pflückreife und zur Genussreife geben zumeist die Kataloge der Baumschulen –

oder – der Baumwart des Gartenbauvereins – oder – Listen des Kreisfachberaters am

Landratsamt.

• wäge die Pflückreife mit deinen üblichen Urlaubsterminen ab,

• die Genussreife ist je nach Sorte:

▪ gleich mit der Pflückreife,

▪ Wochen bis Monate nach der Pflückreife,

▪ die Lagerzeit bis zur Genussreife benötigen die Früchte zur vollen

Geschmacksbildung (Abbau von Säure),

! ! ! bei Früchten, die erst im Frühjahr genussreif werden, ist zu bedenken, dass

hierfür ein geeigneter Lagerraum (kühl, feucht, mit Luftaustausch, ohne Kartoffellagerung)

zur Verfügung stehen muss ! ! !

▪ ohne geeigneten Lagerraum wähle Sorten mit Genussreife von Juli bis Dezember,

• aus den Verkaufsregalen des Handels kennen wir viele schmackhafte Sorten, deren

Bäume jedoch mit unserem schroffen Klima gar nicht zurecht kommen.

▪ solche Bäume, wenn sie bei uns gepflanzt werden, liefern nur Früchte, deren

Qualität und Geschmack unbefriedigend ist,

▪ außerdem kümmern sie und sind den Angriffen von Schädlingen (insbesondere

pilzlichen oder bakteriellen Erregern) schutzlos ausgeliefert. Ärgerlich ist es, wenn

der Krankheitszustand erst nach einigen Jahren bemerkt wird.

• Hilfestellung zur Sortenwahl kann der örtliche Baumwart geben.

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Baumschneidekurs am 14.03.2020

Baumschneidekurs am 14.03.2020

Ein gesunder, ertragreich wachsender Obstbaum muss von Anfang an sachgerecht geschnitten werden. Referent Erwin Pimmer erklärte beim alljährlichen Baumschneidekurs für Anfänger und Fortgeschrittene die wesentlichen Grundlagen der Schnitttechnik. Die Veranstaltung fand bei der evangelischen Kirche statt, wo die Schnittarbeiten an verschieden alten Obstbäumen praktisch durchgeführt wurden. Auch das richtige Setzen und der sogenannte Pflanzschnitt konnten an einem Jungbaum gezeigt werden.

Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung

Liebe Mitglieder und Gartenfreunde,

die Vorstandschaft hat auf Grund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus entschieden, die geplannte JHV von 20.03.20 auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Über einen neuen Termin werden wir Sie über den Endorfer und die Tageszeitung informieren.

Der Vorstand

Kinder- und Jugendgruppe

Kinder- und Jugendgruppe

Leider ist im Moment unsere Kinder- und Jugendgruppe nicht aktiv.

Wir freuen uns sehr über interessierte Mitglieder, die uns bei der Kinder- und Jugendarbeit unterstützen.

Egal ob einmalige Projekte, regelmäßige Angebote oder Ideen.

Bitte helft mit den Kindern die Freude am Garteln, der Natur und Umwelt zu bringen.

Der Vorstand