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Kategorie: 2025

Das Aus für ‚Florina‘ 15.11.2025

Das Aus für ‚Florina‘ 15.11.2025

„Aus Fehlern muss man lernen!“ war das Motto des Kurses zur Baumpflanzung des Gartenbauvereins im November. Leider sind bei der ersten Obstbaumpflanzung vor 12 Jahren am Fußweg zum Gewerbegebiet so schwere Fehler gemacht worden (nicht vom Gartenbauverein), dass der Apfelbaum der Sorte ‚Florina‘ nun entfernt werden musste.

Eine zu tiefe Pflanzung hat zu einer stark erhöhten Krankheitsanfälligkeit für Obstbaumkrebs, einer gefürchteten Pilzkrankheit geführt. Große Krebswunden am Stamm zeugen von der Gefährlichkeit des Pilzes. Über diese Wunden ist ein holzzerstörender Pilz in den Stamm eingedrungen. Das hat den Ausschlag für die Fällung gegeben, da der Baum auch bei bester Pflege nicht mehr gesunden konnte.

Zum Zweiten wurden die Wühlmauskörbe bei allen Bäumen völlig falsch eingebaut. Da die Körbe nach oben offen geblieben sind, konnten zwar die Wühlmäuse mit ihren waagerechten Gängen abgewehrt werden, von oben konnten aber die Feldmäuse mit ihren senkrechten Gängen (die typischen Mäuselöcher) gut zum Wurzelstock vordringen. Und sie haben radikal zugeschlagen, nur eine Wurzel blieb übrig. Der Wurzelstock war entrindet, sein Kambium (Bildungsgewebe) zerstört und er begann zu verfaulen. Das Not-Wurzelsystem, das der Baum ausgebildet hatte, war schlecht verteilt und unterentwickelt.

Die Mithelfer konnten also feststellen: Vermeintlich kleine Fehler können eine verheerende Wirkung haben. Eine fachgerechte Pflanzung und Pflege kommen noch immer vor der Ernte.

Natürlich wird es Ersatz geben. Er kommt in Form eines Baumes der Sorte ‚Zabergäu Renette‘. Sie ist ein Lederapfel (völlig berosteter Apfel), der dem ‚Schönen von Boskoop‘ zum verwechseln ähnlich sieht. Er schmeckt auch ähnlich, aber ohne dessen hervorstechende Säure und ist saftiger. Auch dies eine wärmebedürftige, etwas krebsempfindliche Sorte, die sich in Endorf bei gut 500 m an ihrer Höhengrenze bewegt. Aber ein gut gewachsener Baum in Endorf gibt uns Hoffnung für die Zukunft. Außerdem hat diese Sorte auch Vorteile gegenüber ‚Boskoop‘ – keine Kernhausfäule, unempfindlicher gegen nasskalte Witterung während der Blüte und widerstandsfähiger gegen Marssoniana, eine neue Blattkrankheit aus Asien.

Text: Erwin Pimmer

Foto: Tatjana Kunkel (Herr Pimmer und ein Helfer bei der Arbeit), Erwin Pimmer (Detail-Foto des Wurzelstocks)

Auf den Spuren der Schwammerl 18.10.25

Auf den Spuren der Schwammerl 18.10.25

Herbstliche Pilzexkursion des Gartenbauvereins Bad Endorf

Großes Interesse herrschte an der Pilzexkursion des Gartenbauvereins Bad Endorf. Unter der fachkundigen Leitung von Frau Dr. Ute Künkele begaben sich zahlreiche Naturfreunde auf eine spannende Entdeckungstour durch die heimischen Wälder. Die Veranstaltung stieß auf so großes Interesse, dass sie bereits lange vorher ausgebucht war.

Am Treffpunkt begrüßte Frau Dr. Künkele die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und gab zunächst eine Einführung in die Pilzkunde. Mit anschaulichem Material erklärte sie, woran man die verschiedenen Arten erkennt und warum das sichere Bestimmen so wichtig ist. Danach hieß es: Körbchen schnappen und auf in den Wald!

Mit geschärftem Blick durchstreiften die Teilnehmer die Gegend. Dann wurden die Funde gemeinsam begutachtet und von Frau Dr. Künkele fachgerecht bestimmt. Die Ausbeute war beeindruckend: von giftig über ungenießbar bis hin zu erstklassigen Speisepilzen war alles dabei.

Neben vielen praktischen Tipps erfuhren die Teilnehmer auch allerlei Wissenswertes und Unterhaltsames aus der Welt der Pilze. Dabei durfte natürlich auch der humorvolle Hinweis nicht fehlen: „Man kann alle Pilze essen – manche halt nur einmal.“

Auf dem Heimweg wurde eifrig diskutiert und gefachsimpelt. Der Gartenbauverein Bad Endorf zeigt sich erfreut über das große Interesse und möchte die beliebte Aktion im nächsten Jahr erneut anbieten.

Denn eines steht fest: Wer sich mit Pilzen beschäftigt, entdeckt die Natur auf ganz neue Weise und weiß zugleich, warum eine fundierte Kenntnis der verschiedenen Pilzarten so wichtig ist.

Text: Andreas Schiebel

Fotos: Natalie Auer

Gartenideen für den Herbst

Gartenideen für den Herbst

Der Gartenbauverein Bad Endorf regt an, wieder mehr Wildnis in unseren Gärten zuzulassen. Für viele Menschen kostet es vielleicht Überwindung, unaufgeräumte Ecken im ansonsten ordentlich gepflegten Garten zu dulden. Doch nur so werden unsere Gärten zu bedeutenden kleinen Ökosystemen und einer Bereicherung unserer Umwelt.

Totholz ist einer der wertvollsten und artenreichsten Lebensräume, jedoch in unserer Kulturlandschaft selten geworden. Da bietet es sich an, im Garten einen kleinen Ersatzlebensraum zu schaffen. Astschnitt und Zweige, die jetzt bei der herbstlichen Gartenarbeit anfallen hierzu einfach in einer „wilden“ Gartenecke, z. B. unter Sträuchern oder am Zaun entlang aufschichten. Arbeit ist das wirklich nicht. Und schon haben Igel, Erdkröten und Eidechsen einen Unterschlupf, Wildbienen und Laufkäfer eine Kinderstube. So richtig besiedelt ist ein Totholzhaufen erst ab dem zweiten Standjahr. Ab dann sollte man auch wieder neues Material oben zuführen.

Auf dieselbe Weise kann man einen Laubhaufen anlegen. Laubblätter gibt es in den nächsten Wochen ja genug. Ist der Laubhaufen groß genug, findet man darin sogar Überwinterungsgäste, wie die Ringelnatter. Wenig stören!

Andreas Schiebel

Oktober 2025

Offene Gartentür in Landing am 25.6.25

Offene Gartentür in Landing am 25.6.25

Der Gartenbauverein lud ein zu einer abendlichen Gartenbegehung nach Landing. Die Besucher waren von der Artenvielfalt und der Vielzahl an Lebensräumen im Naturgarten von Peter Lang begeistert. Anschließend gab es noch ein gemütliches Beisammensein und regen Erfahrungsaustausch bei Rita und Wast Aiblinger, die uns mit kühlen Getränken versorgten.

Bilder und Text: Andreas Schiebel

Pflanzentauschmarkt am 3.5.25

Pflanzentauschmarkt am 3.5.25

Pflanzenmarkt auf dem Bauernmarktgelände

Das Frühjahr ist für den Gärtner die Anzuchtzeit. Dabei entstehen meist viel mehr Jungpflanzen als man selber braucht. Eine Möglichkeit zum Tausch, Verkauf oder Kauf nutzten wieder zahlreiche Besucher auf dem Pflanzenmarkt im Mai. Auch viele Stauden, die durch Teilung des Wurzelstocks gewonnen werden können, wurden angeboten. Für Kaffee und Kuchen sorgte wieder die Vorstandschaft des Vereins. 

Foto: Verena Hübner, Text: Andreas Schiebel