Im
März 2019 informierten sich die Teilnehmer über Grundlagen der
Baumerziehung.
Um
langlebige Obstgehölze zu erhalten, beginnt man mit der Überlegung:
für welchen Zweck möchte ich den Baum, Tafelobst oder Mostobst und
wieviel Platz habe ich. Danach entscheidet man, welchen Baum man
wählt. Die richtige Unterlage und veredelter Reisig ist eine
wichtige Grundvoraussetzung. Gute Beratung bekommt man dazu bei
Baumschulen.
Der
Kronenschnitt wurde an den jungen Bäumen am Weg zum Gewerbegebiet
gezeigt. Im Vordergrund steht in den ersten Jahren nicht der
Fruchtertrag, sondern ein zügiger Aufbau des Kronengerüsts. In den
ersten Jahren nach der Pflanzung sollten Obsthochstämme einem
straffen jährlichen Schnitt unterworfen werden, damit ihre
Wüchsigkeit gefördert wird. Unterbleibt der Schnitt in den ersten
Jahren, tragen die Bäume unter Umständen zwar schneller erste
Früchte, kümmern allerdings im Wachstum oder haben in den Ästen
nicht genug Kraft, um diese zu tragen. Der regelmäßige jährliche
Erziehungsschnitt in den ersten Jahren fördert nicht nur das
Wachstum, sondern vor allem den Aufbau eines langfristig stabilen
Kronengerüstes und die Entwicklung breiter, gut
belichteter/belüfteter und gut beerntbarer Baumkronen. Als
Kronenform für Hochstämme hat sich die so genannte Pyramidenkrone
bewährt – bestehend aus der Stammverlängerung und drei bis vier
gut verteilten Leitästen beziehungsweise Gerüstästen, an denen
wiederum Seitenäste und Fruchtholz angeordnet sind.
Herr Pimmer beantwortete
die vielen Fragen der Teilnehmer. Zum Ausklang gab es noch einen
Erfahrungsaustausch bei einer gemeinsamen Brotzeit.
Im September hielt Herr Gasteiger einen Vortrag zum Thema „Schnecken. Des
Gärtners größter Feind“. In humorvoller Weise vermittelte der Referent
Wissenswertes über die Biologie der Schnecken und Möglichkeiten der
Bekämpfung. Die Förderung natürlicher Gegenspieler kann durch das Anlegen
von Laub- oder Reisighaufen erfolgen. Hier halten sich Kröten und Igel
versteckt und gehen nachts auf Schneckenjagd. Das Absammeln der Tiere ist
zwar etwas mühsam, stellt aber bei feuchter Witterung und einsetzender
Dunkelheit eine sehr effektive Art der Schneckenbekämpfung dar. Auch ein
Schneckenzaun um ein besonders gefährdetes Beet leistet gute Dienste, hat
aber seinen Preis.
Sieben
Kinder beteiligten sich beim diesjährigen Ferienprogramm des
Gartenbauvereins „Mit dem Radl zum Stucksdorfer Moos“ zwischen
Söchtenau und Schwabering. Dort angekommen ging es zu Fuß ein Stück
ins Moor hinein, wo Claudia Bergmann den Kindern einiges über die
Pflanzen, Tiere und Bedingungen dieses Lebensraums erklärte. Weiter
ging es an den Rinsersee, wo wir Brotzeit machten und die Kinder sich
bei einem Moor-Quiz eine Kleinigkeit verdienen konnten: Das
versprochene Rinsereis erhielten alle auf dem Rückweg im neuen Cafe
Miedl. Ein herzlicher Dank geht an Petra Wernick und Sophia Schmid,
die uns als Begleitung unterstützten.
Für
Kinder und Jugendliche ist das Gartenjahr noch nicht zu Ende. Am 1.
Oktober findet die Kartoffelernte der Naturgartenjugend statt.
Treffpunkt ist um 15 Uhr am Parkplatz an der Chiemgau Weberei.
Text:
Gerlinde Schmid, Andreas Schiebel
Foto:
Petra Wernick
Wettbewerb „Was summt und brummt in meinem Garten?“ am 14.07.18
Gemeinsam mit der katholischen Landjugend und einem Mitarbeiter
der Gemeinde haben wir am 25.05.2018 zwei Blumenbeete gegenüber der
Eisdiele Richtung Moosbauer Platz neu bepflanzt. Bei strahlendem
Sonnenschein befreiten wir gemeinsam die Beete von den alten
Pflanzen, Müll und unbrauchbar gewordener Erde und füllten und
bepflanzten die Flächen mit neuem Blumenschmuck.
So sah das Beet vor dem Neubepflanzen aus.
Das Ergebnis erfreut jetzt alle Einheimische und Besucher.
Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die Unterstützung und
diesen Beitrag zur Verschönerung unseres Ortes. Besonderer Dank gilt
Stefanie Götzl und Elke Kemmerling vom anliegenden Geschäft Mona
Lisa, die die Wasserversorgung der Blumenbeete auf Dauer übernehmen
werden. Ohne deren Engagement hätte diese Pflanzaktion nicht
stattfinden können.
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